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Aktualisiert: vor 2 Stunden 21 Minuten

Management 4.0 für Industrie 4.0

Mo, 30/01/2017 - 12:09

Bei der Einführung von Industrie 4.0 begegnen uns in den klein- und mittelständischen Unternehmen (den KMU) immer wieder die gleichen Fehler. Sie tauchen vor allem in drei Bereichen auf: im Einsatz von Maschinen, im Personal-Management und bei der Transformation der Organisation des Unternehmens.

Damit zusammen hängt das Problem der ungenügenden Datenbasis, das uns ebenfalls oft in solchen KMU begegnet. Denn wenn die Datenbasis fehlerhaft ist, oder ganze Bereiche oder Muster nicht erkannt werden, gleicht die Steuerung des Unternehmens einem Blindflug. Dann wundert sich das Management, warum die Ziele nicht erreicht werden, warum niemand weiß, wieso die Umstellungen in den Linien nicht greifen, und warum die Mitarbeiter unzufrieden sind.

Nur wenn die Datenbasis in Ordnung ist, kann man die Ursachen für Fehler genau identifizieren. Das gilt auch in Gebieten, die auf den ersten Blick gar nichts mit der Technik zu tun haben, wie zum Beispiel die Weiterbildung. Vielleicht macht ein Unternehmen hier gar keine Fehler und verhält sich vorbildlich. Wenn aber trotz allen Aufwandes die Produktivität nicht steigt und man weiß nicht warum, ist das ganze Industrie 4.0 Projekt in Frage gestellt, und man kommt auf keinen grünen Zweig.

Im Folgenden schauen wir uns die wichtigsten Fehler an, die immer wieder gemacht werden. Danach beschäftigen wir uns mit den Unzulänglichkeiten der Datenbasis, und wie man diese abstellt.

Delegation an die Technik

Bekanntermaßen ist die Diskussion über Industrie 4.0 eher technikzentriert. Das gilt vor allem bei der Einführung neuer Maschinen. Es kommt durchaus noch vor, das der Geschäftsleiter die Produktion digitalisieren will, damit den technischen Leiter beauftragt und dann einen regelmäßigen Termin einrichtet, an dem er Berichte über den Fortschritt hören will.

Wenn der technische Leiter in dieser Situation nicht durchsetzungsfähig ist oder zu wenig Kenntnisse hat, fängt er einfach mit der Aufgabe an. Er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Wenn er aber wirklich gut ist, erwidert er dem Chef: „Moment, so läuft das aber nicht. Sicher, wir brauchen einige neue Maschinen, aber…“

Der gute technische Leiter weiß, dass es nicht genügt, einen einzigen Mitarbeiter mit der Digitalisierung des Unternehmens zu beauftragen, selbst wenn er Chief Digital Officer heißt. Ein kompetenter Mitarbeiter ist zu wenig. Viel zu wenig. Die Aufgabe ist ein längerer Prozess, in dem das ganze Unternehmen umgebaut wird. Neue Maschinen an der Linie reichen nicht, denn die gesamte Art der Organisation des Unternehmen wird sich ändern und andere Formen der Zusammenarbeit müssen gefunden werden. Es mag sogar sein, dass das Geschäftsmodell neu ausgerichtet wird.

Das heißt, letztlich sind alle Mitarbeiter betroffen, also müssen auch alle Mitarbeiter beteiligt werden. Es ist nicht damit getan neue Techniken einzukaufen, wenn Sie nur punktuell eingesetzt werden. Industrie 4.0 lässt sich nicht an die Technik delegieren und die Firmenleitung fragt dann irgendwann die Ergebnisse ab.

Klar, es gibt fast immer eine Zeit des Übergangs, weil nur wenige Fabriken komplett neu errichtet werden. Es ist wichtig, sich diese Zeit zu nehmen. Industrie 4.0 ist kein Schalter, den man umlegt, und dann produziert man nach den neuen Prinzipien. Wenn man es aber anpackt, dann mit klaren Zielen zur Transformation, deren Erreichung permanent vom Management begleitet und gefördert werden.

Schwellenängste der Mitarbeiter

Ein zweiter Fehler ist es, die Mitarbeiter nicht mitzunehmen. Oft bekommen sie nur eine Einweisung für die neuen Maschinen, mehr nicht. Ihre Ängste aber, die mit den Neuerungen verbunden sind, werden nicht thematisiert. Und wenn die Mitarbeiter mit einer Angst zur Arbeit gehen, können sie nicht 100% Leistung erbringen.

Ein guter technischer Leiter weiß auch in diesem Fall, was zu tun ist: er wird einige der mittleren Manager zu Prozessbegleitern und Change Agents ausbilden lassen, bevor er überhaupt loslegt.

Schwellenängste der Werksleiter

Aus der Sicht der Werksleiter ist die Umstellung noch krasser. Sie haben ihr ganzes Leben in einer hierarchischen Umgebung und im Takt des Bandes gearbeitet. Plötzlich ist alles anders. Es gibt keine Bänder mehr, sie haben Roboter als Kollegen, die sich bewegen und reden, und sie müssen die Mitarbeiter mehr beteiligen. Zudem sollen sie jetzt moderne Tablets bedienen.

Das mag das Management durchaus wissen, und vielleicht sind sogar schon Maßnahmen eingeleitet worden mit technischen Schulungen, Begleitung des Übergangs von Funktions- zu Prozessorientierung, sowie Coaching vor Ort in der Fertigung. Das Problem ist nur: die Werksleiter fühlen sich entmachtet und bedroht, und die Vorteile der neuen Art der Fertigung sehen sie nicht. Also entwickeln sie Widerstand.

In diesem Fall kann das Management sich extern beraten lassen. Entweder von Firmen, die die Einführung von Industrie 4.0 professionell begleiten können, oder von Forschungseinrichtungen, die schon Erfahrung auf diesem Gebiet bei größeren Firmen gesammelt haben.

Wagenburgen

In jeder Firma gibt es Wagenburgen, da lange in Abteilungen gearbeitet wurde, die verschiedene Funktionen haben. Klassisch ist der Konflikt zwischen Vertrieb und Fertigung, der sich zwar dauerhaft ignorieren, aber nicht wirklich lösen lässt.

Nun werden die Prinzipien von Industrie 4.0 eingeführt. Damit wird die Orientierung an Funktionen von einer Orientierung an Prozessen abgelöst. Man muss also zwingend zusammen arbeiten. Wenn dann die Reibungen zwischen den Abteilungen nicht beseitigt sind, können sie die ganze neue Arbeitsweise abbremsen.

Dies ist eine weitere Baustelle, die das Management 4.0 befrieden muss. Vertrieb und Fertigung müssen zusammen arbeiten statt gegeneinander. Nur dann lassen sich die möglichen Optimierungen durch Industrie 4.0 in vollem Umfang umsetzen.

Umgang mit Fehlern

Zur neuen Firmenkultur gehört auch der Umgang mit Fehlern. Sie sind kein Problem, wenn sie dazu führen, dass die Leute dazu lernen. Und je eher ein Fehler zugegeben wird, desto schneller geht das.

Das ist einsichtig, jedoch schwierig umzusetzen, denn die Suche nach Schuldigen ist tief verankert in den Menschen. Also muss die Führung dies immer wieder ansprechen, damit die Leute es auch glauben, und dann zukünftig auch wirklich beherzigen.

Neue Geschäftsmodelle

Durch die Digitalisierung kommt es vor, dass ganze Branchen sich stark verändern, wie es zum Beispiel im Buchhandel, in der Musikindustrie und in der Telekommunikation schon geschehen ist. Nur wer entsprechende neue Geschäftsmodelle entwickelt hat, kann mithalten.

Ähnlich ist es in den produzierenden Unternehmen des Maschinenbaus. Sobald die Produktion auf die Prinzipien von Industrie 4.0 umgestellt wird, müssen auch passende Geschäftsmodelle entwickelt werden. Sie sind typischerweise weniger technikzentriert und viel mehr auf die gesamte Wertschöpfung konzentriert. Zudem können Services angeboten werden, die das Produkt über den ganzen Lebenszyklus hinweg begleiten.

Das heißt: digitale Technologien werden nicht eingeführt, um ein Geschäft zu unterstützen – sie werden das Geschäft. Der Kunde will zum Beispiel Komplettlösungen, um sich nicht mit der Technik auseinandersetzen zu müssen. Er kauft also keine Maschinen, sondern beispielsweise eine Steigerung der Produktivität von 20 % in den nächsten drei Jahren. Wie genau das realisiert wird, ist Sache des Zulieferers. Ein anderer Kunde kauft vielleicht Paketlösungen als Ganzes ein, und zwar komplett mit einer Begleitung über den ganzen Lebenszyklus, sogar hinein bis in das abschließende Recycling.

Die neue Datenbasis

Eine systematische Entwicklung der neuen Geschäftsmodelle für die produzierenden Unternehmen wird von Seiten der Softwarehersteller unterstützt. Sie stellen unabhängige Steuerungs- und Optimierungs-Software her, die im Wettbewerb mit proprietärer Maschinenbau-Software stehen.

Um mit einer solchen Software arbeiten zu können, ist es unerlässlich, die Datenbasis in Ordnung zu bringen. Das geht am besten mit einem Tool wie dem Performance Center von XINFO.

Mit einer stimmigen Datenbasis  können dann komplexere Auswertungen erstellt werde. Auch hier ist das Performance Center eine große Hilfe. Denn einzelne Datensätze sind oft nicht sehr aussagekräftig. Werden Sie aber kombiniert und mit denen von Zulieferern, Partnern, Händlern und Kunden verknüpft, können die Einzelteile zu Geschichten zusammen gesetzt werden. Eine solche Geschichte könnte zum Beispiel erzählen, warum in der Fertigung ein Bauteil eine erhöhte Grenzwertverletzung aufweist. Da alle Bauteile eindeutig gekennzeichnet und damit rückverfolgbar sind, kann der verantwortliche Zulieferer identifiziert und gemeinsam mit ihm eine Lösung gefunden werden. Zum Beispiel können die Grenzwertverletzungen beim Zulieferer nur an einer bestimmten Maschine auftauchen, weil die Wartungsintervalle der Werkzeuge nicht eingehalten wurden. Dann ist es nicht schwer, eine Abhilfe zu finden.

Aber das ist nicht alles. Es kommt immer wieder vor, dass eine gute Auswertungssoftware in dem großen Datenreservoir (Big Data) Strukturen entdeckt, an die man vorher nicht einmal gedacht hatte. Bei Analysen von Daten direkt vom Band erkennt man beispielsweise immer wieder Ursachen für Maschinen-Engpässe, von denen man bisher im Betrieb gar nichts wusste. Oder es werden bislang unbekannte Störmuster in der Fertigung identifiziert, die eine Taktzeitoptimierung verhindern. Und zwar nicht, weil neue Prozesse oder Messmaschinen eingeführt wurden, sondern allein mit einer vertieften Datenanalyse und einer langjährigen Erfahrung im Produktionsprozess.

Das neue Management

Es zeigt sich, dass die Einführung von Industrie 4.0 von einem Management 4.0 begleitet und gefördert werden muss. Die neue Produktionsweise zusammen mit einer veralteten Organisation: das kann nicht gut gehen. Hierarchische Führung und funktionsorientierte Fertigung passt nicht zu Industrie 4.0. Eminent wichtig ist auch eine konsistente Datenbasis. Denn wenn hier etwas nicht stimmt, werden alle darauf aufbauenden Bemühungen scheitern, und damit das Projekt Industrie 4.0 im Unternehmen.

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Weitere Information finden Sie in XINFO Performance Center. Eine Testversion bekommen Sie hier.

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Performance Center Import

Mo, 19/12/2016 - 09:41
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Als Spezialist für die Analyse und die visuelle Aufbereitung von komplexen Datenstrukturen unterstützt XINFO seit Jahrzehnten Unternehmen aus der produzierenden Industrie. Eines unserer modernsten Programme ist das Performance Center.

Es ist eine Auswertungssoftware, die vor allem unter den Bedingungen einer digitalisierten Fertigung nach Industrie 4.0 eingesetzt wird. Sie funktioniert sowohl in der Großindustrie als auch in den mittelständischen Betrieben, wobei sie vor allem in letzteren wegen der günstigen Kosten den Einstieg in die digital organisierte Produktion sehr erleichtert.

logo_performancecenter_400x77_01Das Performance Center ist vor allem für die Arbeit mit Smartphones und Tablets gedacht. Man ist also bei der Arbeit nicht an einen Ort gebunden. Wenn zum Beispiel ein Problem am Band auftaucht, kann man sich mit dem Tablet sofort an den Ort des Geschehens begeben und direkt an der Maschine geeignete Maßnahmen durchführen.

Aber das ist nicht alles – in vielen Fällen kann man Maßnahmen sogar schon einleiten, bevor sich das Problem überhaupt manifestiert. Denn oft kündigen sich Schwierigkeiten lange vorher in den Daten an, zum Beispiel wenn ein Grenzwert noch nicht erreicht ist, aber der Trend aussagt, dass das nicht mehr lange dauern kann. Dann ist es viel billiger, das entsprechende Maschinenteil zu einem geeigneten Zeitpunkt auszutauschen, anstatt das Risiko einzugehen, dass eines Tages mitten in der Produktion das ganze Band steht. Man nennt das in der Industrie „Preventive Maintenance“.

Selbstverständlich ist das Performance Center aber auch stationär über eine Web-Anwendung erreichbar. Denn der Produktionsleiter oder das Management haben meist Aufgaben, die oft keine Präsenz vor Ort erfordern, und eher übergeordnete Gesichtspunkte betreffen. Dies aber können sie besser von ihrem stationären Arbeitsplatz aus regeln. Was jedoch nicht ausschließt, dass der Manager am Wochenende nicht durchaus einmal sein Smartphone zur Hand nimmt und nachschaut, wie sich die wichtigsten Kennzahlen des letzten Monats entwickelt haben.

Integration

Für eine moderne Auswertungssoftware ist nichts wichtiger als eine gute Vernetzung, die problemlos läuft, auch wenn es einmal etwas hektischer wird. Wenn die Produktion stoppt und alle Ressourcen für dieses Problem gebraucht werden, will niemand auch noch nicht funktionierende Schnittstellen reparieren.

Wir haben dem Thema Schnittstellen deshalb einen eigenen Bereich im Performance Center gewidmet, den wir „Integration“ nennen. Hier geht darum, wie die Kundendaten in das Performance Center gelangen. Dabei haben wir sehr genau darauf geachtet, dass dieser Vorgang verlässlich funktioniert, und ihn mit allen Datenarten getestet, die in industriellen Prozessen wichtig sind.

Am einfachsten ist der Import über Excel – damit kann man sofort loslegen. Als Anregung finden Sie in der Testversion einige Demo-Daten, mit denen Sie einen ersten Eindruck von der Arbeit mit der Software erhalten. Erstellen Sie mit den Daten zum Beispiel neue Displays, in denen die erzeugten Auswertungen direkt angezeigt werden.

Der Excel-Import ist erreichbar im Bereich “Integration – Excel-Import”. Klicken Sie dort auf “Importieren” und geben sie die Template-Datei an, um den Prozess zu starten.

excel_importieren_mitrahmen_01Neben dem manuellen Excel-Import steht auch ein automatisierter Import zur Verfügung. So ist es zum Beispiel möglich, wöchentlich Daten automatisch zu aktualisieren.

Für den produktiven Einsatz kann man auf unseren Standard-Integrationen (SalesForce, ERP, OPCua, u.a.) und der offenen API aufbauen. Damit stehen die Live-Daten aus den verschiedensten Systemen im Performance Center zur Verfügung. Andere Systeme und Datenbanken binden wir gerne individuell ein.

Die Template-Datei

Die Template-Datei, die wir mitliefern, wird benutzt, um Excel-Daten in das Performance Center zu laden.

Die Excel-Datei enthält die folgenden Sheets.

Nr. Sheet Funktion 1 Hilfe Enthält diesen Hilfe-Text. 2 Daten Fügen Sie hier die Daten zum Import in das Performance Center ein.
Wichtig:
Beachten Sie, dass die erste Zeile im Sheet “Daten” die Spaltentitel enthält. Diese müssen erhalten bleiben. Fügen Sie die Daten zum Import in das Performance Center also ab der zweiten Zeile ein. 3 Beispiel-
daten 1 Enthält einige Beispieldaten zum Erstellen von Items mit Displays.
Wird gebraucht, um zum Beispiel zu existierenden KPIs neue Daten hinzuzufügen. 4 Beispiel-
daten 2 Enthält einige Beispieldaten zum Einspielen von Items.
Wird gebraucht, um zum Beispiel neue KPIs anzulegen.

Kopieren Sie Ihre Daten in das „Daten“ Sheet und starten Sie dann den Import-Prozess.

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Weitere Information finden Sie in XINFO Performance Center. Eine Testversion bekommen Sie hier.

 

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